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Letzte Aktualisierung:
08.12.2011

Nachsorge

Nachsorge - die  Zeit des Wochenbetts

Die  Nachsorge durch die Hebamme während der Zeit des Wochenbetts beinhaltet vor allem die physiologische Betreuung der Mutter, z.B. die Kontrolle der Wundheilung des Dammschnitts, die Überwachung der Laktation (des Stillens) und der Wiederaufnahme der Funktion der Eierstöcke (Ovarialfunktion) u.a.

Leistungen bei der Wöchnerin:

und  beim Neugeborenen:

Überwachung  des Allgemeinbefindens der Mutter

allgemeine Beurteilung des Neugeborenen

Messen und Prüfen von Blutdruck und Puls

Messen und Prüfen der Körpertemperatur

Überwachung  der Körpertemperatur

Tipps und  Hinweise zur Ernährung des Neugeborenen

Mammae (Inspektion und Palpation)

Überwachung  und Kontrolle der Gewichtsentwicklung

Kontrolle  der Uterusrückbildung

Prüfen von Stuhl- und Urinausscheidungen

Lochialfluss

Abfrage, Kontrolle des Schlaf-Wach-Rhythmus

Kontrolle  der Wundheilung bei Dammschnitt oder  -riss

Überwachung  der Abheilung des Nabels

Kontrolle  der Nieren- und Blasenfunktion

Kontrolle  von Auffälligkeiten ohne besondere Bedeutung

Kontrolle  der Darmfunktion

Untersuchung auf Hämorrhoiden, Warzen

Stillberatung

Die Zeit der Nachsorge - das Wochenbett

Das  Wochenbett fängt nach der Geburt an und dauert 6 bis 8 Wochen.  Solange braucht der Körper der Frau, um sich nach den Anstrengungen  von Schwangerschaft und Geburt zu erholen und wieder in den Normalzustand zurückzubilden. Mindestens ebensolange braucht die Seele, um sich auf die neue Lebenssituation einzustellen. Das ist  die Zeit, in der Sie auf die Unterstützung einer erfahrenen Hebamme zurückgreifen können.
Die  Zeit des Wochenbettes ist eine Zeit der Erholung und Neuorientierung  für die größer gewordene Familie. m  Wochenbett machen Frauen und Männer völlig neue Erfahrungen im Umgang miteinander. Die Umstellung auf das Leben mit einem  kompromisslos fordernden Neugeborenen ist eine große physische und  psychische Herausforderung für die Sie als Mutter bzw. Eltern. Sie  bedarf in erster Linie einer ruhigen und abgeschirmten Lebensweise. Die erste Zeit nach der Geburt empfinden die meisten jungen Mütter - bedingt durch die Verarbeitung des Geburtserlebnisses, durch hormonelle Einflüsse, das Stillen und die veränderte Lebenssituation - als besonders anstrengend und ungewöhnlich emotionsgeIaden.Das gilt auch für die Väter. Häufig stellen junge  Mütter viel zu hohe Erwartungen an sich selbst. Sie wollen sich und  der Umwelt beweisen, dass sie alles gut im Griff haben und dabei  kommt es oft zu einer nicht gewollten Überbeanspruchung. Das Leben mit einem Neugeborenen unterliegt völlig anderen Kriterien. Schlafmangel, körperliche und hormonelle Umstellung, Unsicherheiten im Umgang mit dem kleinen Wesen, das Stillen, die ununterbrochene Verantwortung und die Umstellung vieler Lebensgewohnheiten machen die Zeit des Wochenbettes zu einer anstrengenden und intensiven Zeit. Verlangen Sie nicht zu viel von  sich selbst! Besonders in dieser Zeit ist Perfektionismus nicht angebracht.

Badespaß nicht nur für die Kinder!

Ruhe ist oberstes Gebot für Ihre Ausgeglichenheit!

Wenn irgend möglich, sollten Sie die Zeit nach der Geburt nicht von vornherein verplanen. Lassen Sie den Dingen ihren Lauf, leben Sie  von Tag zu Tag. Setzen Sie sich keine grossen Ziele und lehnen Sie  zusätzliche Aufgaben und Verpflichtungen ab. Nehmen Sie sich Zeit füreinander. Lassen Sie vor allem 'Fünfe gerade sein'. Ein  top-gepflegter Haushalt mit einer erschöpften Mutter, einem schreienden Kind und einem gestressten Vater ist nicht erstrebenswert. Psychische und körperliche Überlastung im Wochenbett kann zu dauerhafter körperlicher Beeinträchtigung oder Erkrankung (Wochenbettdepression) führen, Partnerschaften können  zerbrechen.

Nehmen Sie Hilfe in Anspruch, wenn Sie welche brauchen und lehnen Sie ruhig alle unnötigen Aufgaben ab.

Frauen haben Anspruch auf (von den Krankenkassen bezahlte) Betreuung durch  eine Hebamme in der gesamten Zeit des Wochenbettes und bei Bedarf  darüber hinaus in der Stillzeit, unabhängig davon, ob sie in der  Klinik, im Geburtshaus oder zuhause entbunden haben. Machen Sie davon Gebrauch. Sollten Sie sich vor der Geburt nicht mit einer  Hebamme in Verbindung gesetzt haben, können Sie das jederzeit tun.

Die  Hebamme wird bei der Betreuung im Wochenbett die notwendigen  Untersuchungen durchführen, Ihnen alle Fragen rund ums Elternsein  beantworten, sich um Ihr und das Wohlbefinden des Kindes kümmern, Anleitungen und Hinweise geben und Ihnen eine verständnisvolle  Gesprächspartnerin sein.

Genießen Sie die Ruhe im Wochenbett und schöpfen Sie daraus Kraft für sich und  Ihre Familie.

Kurse  nach der Geburt werden von Hebammenpraxen, Geburtshäusern, Kliniken und Einrichtungen der Familienbildung angeboten, z.B.:

Rückbildungskurse - Beckenbodentraining - Yoga
PEKiP und Babymassage
Babyschwimmen
Stillttreff - Stillgruppe
Säuglingstragekurse
Elterngruppen
Müttertreffs und Krabbelgruppen

Hier haben Sie neben den individuellen Angeboten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

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