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Letzte Aktualisierung:
08.12.2011

Stillen

Stillen - Bleistiftzeichnung

Beim ersten Mal: Jetzt geht es los! Die Anstrengungen und Schmerzen der Geburt liegen hinter Ihnen. Ihr Baby liegt auf Ihrem Bauch und Sie verspüren den Wunsch es zum ersten Mal anzulegen.
Wird mein Kind denn trinken wollen? Kriege ich das hin? Machen Sie sich keine Gedanken. Ihr Kind hat schon während der
Schwangerschaft trainiert. Der Saugreflex kann stark sein und wenn Sie das Kind anlegen wird es Sie mit Freude erfüllen, wenn Sie sehen, wie Ihr Kind beginnt zu trinken. Helfen Sie ihm, indem Sie die Brustwarze an seine Lippen führen und achten Sie darauf, dass seine Nase frei bleibt, damit es nicht nur trinken, sondern auch atmen kann!

Soll ich stillen? Dazu ein Satz vorab: Stillen ist die beste und ausgewogenste Ernährung, die Sie Ihrem Kind zu Beginn seines Lebens mit auf den Weg geben können! Stillen Sie deshalb, wenn Sie können!

Wie oft soll ich mein Kind stillen?
Stillen Sie Ihr Kind am ersten Tag mindestens viermal. Am nächsten Tag werden Sie Ihr Kind bereits sechs bis achtmal innerhalb von 24 Stunden stillen. Aber auch hier gibt Ihnen Ihre Hebamme gern weitere Hinweise. Später wird Ihr Kind seinen Rhythmus finden und Ihnen schon lautstark mitteilen, dass es doch wieder Hunger hat.
Das Stillen ist anfangs ungewohnt uns so kann es passieren, dass die Brüste vom häufigen Stillen zu sehr schmerzen oder sich entzündet haben. Fragen Sie dann unbedingt Ihre Hebamme, sie wird Ihnen weitere wertvolle Tipps geben können.

Tipps zum Stillen
Stillen Sie so, wie es für Sie und das Kind am bequemsten ist. Viele Mütter fühlen sich im Liegen wohl, andere stillen meist im Sitzen.
Da das Kind viele trinkt, müssen auch Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Meiden Sie Alkohol. Und falls Sie doch mal ein Gäschen trinken, warten Sie mindestens zwei Studen, bevor Sie das Kind wieder anlegen. Sie wollen es doch nicht zum Alkoholiker erziehen?!
Dass im Beisein des Kindes nicht geraucht werden soll, das muss sicher nicht mehr erwähnt werden. Aber denken Sie
daran, dass, so lange Sie stillen, auch alle Schadstoffe, die Sie selbst aufnehmen, an das Kind weiter gegeben werden!
Im Interesse Ihres Kindes verzichten Sie am besten ganz auf alles, was dem Kind schaden kann.

Welche Vorzüge hat das Stillen?

Mit der Muttermilch werden Immunglobuline an Ihr Kind weitergegeben, das dadurch besser vor Infektionskrankheiten geschützt ist. Das Immunsystem des Säuglings benötigt einige Wochen bis Monate, bis es aufgebaut ist. In dieser Zeit geben Sie Ihrem Kind den Schutz, den es benötigt, mit der Muttermilch. Babies, die von Ihrer Mutter gestillt werden, haben weniger Infekte als "Flaschenkinder"!

Durch die sich ändernde Zusammensetzung der Muttermilch haben Sie immer eine optimal auf den Energiebedarf Ihres Kindes abgestimmte Nahrung. Dass Sie Ihrem Kind zuviel zu essen/trinken geben, ist beim Stillen fast nicht möglich. Alle benötigten Nähr- und Mineralstoffe sind in der Muttermilch enthalten.
Stillen fördert die Entwicklung einer physiologischen Darmflora, Muttermilch ist immer keimfrei “verpackt” und hat stes die richtige Trinktemperatur. Die haben “immer alles dabei” und nicht zu vergessen - Stillen ist kostenlos!
Und ganz wichtig für die weitere - nicht nur körperliche - Entwicklung: Sie und Ihr Kind bauen auch durch den direkten Hautkontakt eine innige Mutter-Kind-Beziehung auf. Das tut sicher nicht nur Ihrem Kind gut.

M.F.: Es kommt darauf an, was darin ist.... Acryl auf Leinwand

Für mehr Informationen fragen Sie einfach Ihre Hebamme!

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