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Letzte Aktualisierung:
08.12.2011

Begriffe und Erklärungen

Hier möchte ich Ihnen einige Fragen beantworten und Begriffe, die im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und Geburt auftreten können, erläutern.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Abort: Fehlgeburt bzw. Geburt vor der 24. SSW / Gewicht unter 500g ohne Lebenszeichen des Kindes; das Kind ist außerhalb der Gebärmutter noch nicht lebensfähig
früher Abort = vor der 16. SSW
später Abort = nach der 16. SSW

Abruptio Schwangerschaftsabbruch, -unterbrechung in der frühen oder späteren Schwangerschaft (bei medizinischer Indikation)

Abschlussuntersuchung (Epikrise) der Mutter / Wöchnerin; wird nach der Geburt im Krankenhaus bei Entlassung durchgeführt; bei ambulanter Geburt oder Hausgeburt 7-10 Tage nach der Entbindung. beurteilt werden die Rückbildung der Gebärmutter, die Brust (Stillen), ggf. Dammschnitt- und Naht, Allgemeinzustand (evt. Blutkontrolle)

Abusus Missbrauch von Alkohol, Zigaretten, Medikamenten, Drogen oder anderen Genussgiften Gefahr der Schädigung des Ungeborenen

Adipositas Fettleibigkeit Gesundheitsrisiko, z.B. EPH-Gestose, Diabetes

AFP Alpha-Fetoprotein = Eiweiß, das vom Ungeborenen gebildet wird und im mütterlichen Blut sowie im Fruchtwasser nachzuweisen ist Methode; eine regelwidrige  Konzentration im Blut kann Hinweis auf eine Missbildung des Ungeborenen sein (z.B. Neuralrohrdefekt)

Allergie Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe (z.B. in Nahrung, Medikamenten), Allergiepass

Amnioskopie (amnion = Fruchtblase) Fruchtwasserspiegelung; die Farbe (Verfärbung) des FW gibt Anhaltspunkte über das kindlichen Befinden (durchgemachte Stresssituation) kann bei leicht geöffnetem Muttermund mit Hilfe eines Amnioskops durchgeführt werden, z.B. bei Verdacht auf echte Übertragung

Amniozentese Fruchtwasserpunktion ~ in der 15. - 20. SSW oder später; Punktieren der Fruchtblase durch die Bauchdecke mit einer Nadel zur Gewinnung von Fruchtwasser zur genetischen Diagnostik (Erbkrankheiten); Untersuchung der entnommenen Zellen auf genetische Störungen (z.B. Down-Syndrom); Geschlechtsbestimmung; Diagnostik von Erkrankungen

Anämie Hämoglobinwert im Blut ist zu niedrig, die Funktion der roten Blutkörperchen ist eingeschränkt (Eisenmangel) bei einer Anämie besteht die Gefahr der Unterversorgung des Ungeborenen mit Sauerstoff
Anamnese bisherige Krankengeschichte gibt Aufschluss über evt. erforderliche Behandlungsweisen und Maßnahmen

Anti-D-Prophylaxe vorsorgliche Gabe von Anti-D Immunglobulin an eine Schwangere mit rh negativem Blut. zur Vermeidung von Antikörperbildung als Resultat der Rhesus-Unverträglichkeit


Antikörper-Suchtest (2. AK Suchtest) Bestimmung (Blutuntersuchung) in der frühen SS, Wiederholung zwischen der 24. und 28. SSW ggf. Gabe von Anti-D Immunglobulin

APD/AU siehe Screening (Ultraschall)

APGAR Index Schema zur Bewertung der Vitalfunktionen des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt; jede Lebensfunktion wird mit 0-2 Punkten bewertet, höchste Punktzahl 10 (nach 1, 5 und 10 Minuten) A = Atmung
P = Puls (Herzschlag)
G = Grundtonus (Muskeltonus)
A = Aussehen (Hautfarbe)
R = Reflexauslösbarkeit
 
ATD siehe
Screening (Ultraschall)  

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B

Basaltemperatur: Temperatur, die sofort morgens nach dem Aufwachen gemessen wird. Die Basalttemperatur erhöht sie sich nach dem Eisprung um etwa ein halbes Grad, wenn die Frau nicht schwanger ist und sinkt vor der Regelblutung wieder ab.

Besondere psychische / soziale Belastung: ungewöhnliche seelische Belastungen und / oder erschwerte Lebensbedingungen außergewöhnliche Belastungen und ungünstige Lebensumstände können sich negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken (Hilfsangebote)
 

BEL, Beckenendlage: (Steißlage); Lage des Ungeborenen in der Gebärmutter; mit dem Steiß nach unten

Blasensprung: (VBS = vorzeitiger Blasensprung) gemeint ist das Reißen der Fruchtblase Vorzeitiger Blasensprung: das Reißen der Fruchtblase vor Beginn der Wehentätigkeit, bedeutet Geburtsbeginn unabhängig vom Zeitpunkt in der Schwangerschaft

Blutdruck: Der Blutdruck ist in der Schwangerschaft im Normalfall nicht wesentlich anders als sonst; die Kontrolle erfolgt regelmäßig im Rahmen der Vorsorge, abweichend niedriger oder hoher Blutdruck ist kontroll- und behandlungsbedürftig

Blutgruppe / Rhesusfaktor: Blutgruppenzugehörigkeit Blutgruppen: A, B, AB oder 0 (Null)
Rh positiv = Rhesusfaktor vorhanden
rh negativ = nicht vorhanden
Wird im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge bestimmt, bei rh negativ: Anti-D Prophylaxe bei der Mutter, zur Vermeidung der Antikörperbildung gegen (möglicherweise) Rh positives Blut des Kindes

Blutungen: (vor der 28. SSW) Verdacht auf z.B. drohende Fehlgeburt Blutungen in der SS müssen immer ernst genommen werden! (bei leichten Blutungen ist  die Ursache oft harmlos)
Blutungen (nach der 28. SSW) V.a. drohende Frühgeburt oder falschen Plazentasitz, vorzeitige Plazentalösung bei Blutungen muss die Ursache umgehend geklärt werden!

Blutuntersuchung (Blutbild) zur Feststellung der Eisenversorgung gibt Auskunft über den Sauerstofftransport im Blut.

Blutungsneigung Hinweis auf evt. Gerinnungsstörung des Blutes; Abklärung notwendig

BPD siehe Screening (Ultraschall)  

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C

Chorionzottenbiopsie / Plazentabiopsie: (CVS chorion villus sampling) Entnahme von Chorionzotten- (~ 9.-12. SSW) oder Plazentagewebe (~ 14. - 24.SSW) Chromosomenanalyse(genetische Diagnostik)Vorteil: früher Zeitpunkt der DiagnostikNachteil: unsicherer als die Amniozentese

Chlamydien: Chlamydia trachomatis - Antigen aus der Zervix Chlamydien verursachen bakterielle Infektionen der Scheide und Harnröhre, Nachweis durch  Abstrich Chlamydien können u.a. einen vorzeitigen Blasensprung verursachen oder bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden. Eine Infektion muss behandelt werden

CTG: Cardiotokographische Befunde CTG = Cardio-Tocograph; Gerät zur Aufzeichnung der kindlichen Herztöne parallel mit der Wehentätigkeit, Routinemäßig etwa ab der 30. SSW gibt Aufschluss über den Zustand des Ungeborenen und die evt. Wehentätigkeit, Aufzeichnungsdauer mindestens 30 min. (Aussagekraft)

Coombstest: indirekter Antikörper-Suchtest im Blut der Mutter Positives Ergebnis: durch unterschiedliche Blutgruppen (vorausgegangene SS, Bluttransfusion) ist es bei der Mutter zur Antikörperbildung gekommen
Coombstest, direkter Antikörper-Suchtest im Blut des Kindes wird bei rh-negativer Mutter bestimmt

Cx Cervix Cervix uteri = Gebärmutterhals Siehe Zervix

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D

Dauermedikation Ständige Einnahme von Medikamenten aufgrund von bestehenden Erkrankungen Die Einnahme von Medikamenten in der SS muss genau überlegt und ggf. umgestellt werden, weil viele Medikamente schädlich für das Ungeborene sind.

Diabetes mellitus Zuckerkrankheit, Stoffwechselstörung erfordert intensive Betreuung und Überwachung in der SS

Diabetes in der Schwangerschaft Bestehender Diabetes oder Gestationsdiabetes (Stoffwechselstörung) ist überwachungsbedürftig

Dopplersonographische Untersuchung Spezielle Ultraschalluntersuchung (Doppler-Verfahren), Blutflussmessung;Darstellung der Blutströmung (Nabelarterien, Aorta, Gehirn) im kindlichen Kreislauf und in den Arterien in der Gebärmutter bei Verdacht auf Wachstumsverzögerung oder Fehlbildung des Ungeborenen, V.a. Plazentainsuffizienz; gibt Aufschluss über Durchblutung der Gebärmutter und der kindlichen Blutgefäße (Versorgung des Feten)
Vorteil: Drohende Gefährdung des Ungeborenen kann früher und genauer erkannt werden als z.B. mit dem CTG oder durch Hormonbestimmung

Dammriss, Unterteilung nach Schweregrad in DR I -IV kleine Dammrisse müssen u.U. nicht genäht werden.

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E

Einstellungsanomalie unnormale Lage des kindlichen Kopfes während der Geburt, die zu Komplikationen führen kann 

EPH-Gestose Schwangerschaftsspezifische Erkrankung (hoher Blutdruck, Eiweißausscheidung im Urin, plötzlich oder massiv auftretende Ödeme)
E = Edema engl.(Ödem, Wassereinlagerung im Gewebe)
P = Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin)
H = Hypertonus (hoher Blutdruck)
 

Episiotomie (Epi) Dammschnitt, dient der Entlastung des kindlichen Kopfes und des mütterlichen Dammbereichs unter der Geburt. Er soll den Geburtskanal erweitern und dadurch eine Überdehnung und Zerreißung der tiefen Beckenbodenmuskulatur verhindern. In der Mittellinie oder zur Seite verlaufender Dammschnitt; wird nach der Geburt durch Naht versorgt (selbstauflösende Fäden)

ET errechneter Entbindungstermin

EU (extrauterine Gravidität) Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (Eileiter, Eierstock, Bauchhöhle) 

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F

Fehlgeburt: Geburt vor der 28. SSW ohne Lebenszeichen des Kindes 

Fetoskopie: Untersuchung und Betrachtung des Ungeborenen mit einem speziellen Endoskop, seltene Untersuchung

FHF: Fetale Herzfrequenz = Herzschlag des Ungeborenen (normal 120-160 bpm/ Schläge in der Minute) 

FL/HL: siehe Screening (Ultraschall)

FOD/KU: siehe Screening (Ultraschall)  

Fruchtblase: (amnion) umgibt das Ungeborene, beinhaltet das Fruchtwasser

Fruchtwasser das Fruchtwasser dient u.a. dem Schutz des Ungeborenen normale Menge am Ende der SS etwa 1,5 l, Farbe weißlich-klar

FS: siehe Screening (Ultraschall)  

Forceps: (lat. Zange) Geburt mit Hilfe der Geburtszange, Zangenentbindung, geburtshilfliche 'Löffel' zur Verkürzung der letzten Geburtsphase

Fundusstand: oberer Rand der Gebärmutter, von außen zu tasten; der Stand des Gebärmutter-Fundus gibt Auskunft über das zeitgerechte Wachstum

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G

Genetische Krankheiten: durch Veränderung der Gene bedingte Erkrankungen (z.B. Diabetes, Bluterkrankheit, Down-Syndrom) Ausschluss beim Kind durch vorgeburtliche (pränatale) genetische Diagnostik (z.B. Amniozentese)

Gestationsdiabetes: Diabetes, Zuckerkrankheit, die erstmalig in der Schwangerschaft auftritt, Gestationsdiabetes erfordert intensive medizinische Betreuung in der Schwangerschaft

Gestose: sog. Schwangerschaftsvergiftung, siehe EPH-Gestose

Gewichtskontrolle: in regelmäßigen Abständen, mindestens bei jeder Vorsorgeuntersuchung; normale Gewichtszunahme ~ 10-15 kg übermäßige oder zu geringe Gewichtszunahme weist auf Regelwidrigkeiten im SS-Verlauf hin 

Gravida: Die Schwangere (hier: die zum wievielten Mal Schwangere)
z.B. II Grav. = 2. SS  gezählt werden, auch Fehl- und Frühgeburten,  extrauterine SS und Schwangerschaftsabbrüche

Gravidogramm: Tabellarischer Überblick über den Schwangerschaftsverlauf eingetragen werden alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen

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H

Hämorrhoiden: sackartige, oft knotenartige Erweiterung des arteriovenösen Schwellkörpers oberhalb des Schließmuskels im  After; die Bildung von Hämorrhoiden wird u.a. auch von einer Schwangerschaft begünstigt oder ausgelöst.

Harnwegsinfektion: Entzündung der Harnblase und der ableitenden Harnwege (Harnleiter); erste Anzeichen sind Schmerzen beim Wasserlassen immer behandlungsbedürftig, kann unbehandelt zur (chronischen) Nierenbeckenentzündung führen und eine Frühgeburt auslösen.

Hb/Ery Hämoglobin / Erythrozyten, rote und weiße Blutkörperchen

hCG: "humanes Chorion-Gonadotropin", das "Schwangerschaftshormon". Es handelt sich um ein Hormon der Plazenta, das mit dem den Eisprung auslösenden Hormon der Hirnanhangdrüse (LH) biologisch identisch ist. HCG kommt im Körper der Frau nur während einer Schwangerschaft vor und ist daher auch Nachweisgrundlage der meisten Schwangerschaftstests. Wahrscheinlich ist HCG Verursacher der anfänglichen Übelkeit in der Schwangerschaft

Hepatitis B: Blutuntersuchung zur Bestimmung des HbsAG etwa ab der 32. SSW. Bei positivem Befund wird das Neugeborene gegen Hepatitis B geimpft.

Herzaktion: Der Herzschlag des Ungeborenen (120 -160 Schläge/Minute) kann mit verschiedenen Geräten überprüft werden (Holzstethoskop, Dopton, CTG).

HT (Herztöne): kindliche Herztöne

Hydramnion: übermäßige Bildung von Fruchtwasser > 2000 ml Verdacht auf kindliche Missbildung

Hypertonie: hoher Blutdruck, birgt Gefahren für Mutter und Kind (EPH Gestose, Präeklampsie, Hellp-Syndrom)

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I, J

Intrauteriner Sitz: Sitz der Plazenta in der Gebärmutter normalerweise an der Gebärmutter-Hinterwand, -vorderwand oder im Fundus; ein tiefer Sitz oder eine vorliegende Plazenta (praevia) sind überwachungsbedürftig

Isthmozervikale Insuffizienz: Mangelnde Verschlussfähigkeit der Zervix (Gebärmutterhals); Ursache: angeborene Schwäche oder durch vorausgegangene Verletzungen entstanden unbemerkt und ohne Schmerzen auftretende Verkürzung des Gebärmutterhalses und Öffnung des Muttermundes, Gefahr der Fehl- oder Frühgeburt

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K

Kaiserschnitt: siehe Sectio caesarea

Kindsbewegungen (KB): Der Zeitpunkt der ersten spürbaren Kindsbewegungen gibt Aufschluss über das Alter der Schwangerschaft Erstgebärende: etwa 18.-20. SSW, Mehrgebärende etwa 2 Wochen früher

Kindslage (KL): beschreibt die Lage des Ungeborenen in der Gebärmutter:
SL = Schädellage
BEL = Beckenendlage (Steißlage)
QL = Querlage
Die  Lage kann in der SS öfter wechseln oder lange Zeit gleich bleiben, oft dreht sich das Baby noch kurz vor der Geburt

Kleinwuchs: weit unterdurchschnittliche Größe der Mutter (< 140 cm) fragliches Missverhältnis zwischen Kindsgröße und mütterlichem Becken; genetische Faktoren, krankheitsbedingte Wachstumsstörungen

Komplikationen post partum: Komplikationen nach der Geburt bei vorangegangenen SS z.B. schwere Blutungen, Störungen der Plazentalösung, Rückbildungsstörung der Gebärmutter, Wundheilungsstörungen
Konzeptionstermin Tag der Empfängnis

Kopfumfang (KU): kindlicher Kopfumfang; der normale Kopfumfang beim Neugeborenen (Stirn-Hinterkopf) beträgt 33 bis 37 cm.

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L

Letzte Regel (LR): Datum der letzten Regelblutung (1. Tag) zur Bestimmung des Geburtstermins

TPHA-Test: Blutuntersuchung zum Ausschluss der Geschlechtskrankheit Syphilis (heute in Europa selten), Infektion in der Schwangerschaft birgt bei Nichtbehandlung Gefahren für das Ungeborene

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M

Mastitis (Brustdrüsenentzündung) Entzündung der weiblichen Brustdrüse; als einfache Stauungs- oder als Schwangerschafts-Mastitis, meist als Mastitis puerperalis.
Mastitis puerperalis ist eine meist in der 2. bis 4. Woche nach der Geburt auftretende, akute Entzündung der weiblichen Brustdrüse (Mamma) im Wochenbett.

Mehrlings-Schwangerschaft: Zwillinge, Drillinge oder mehr erfordert eine intensive Betreuung und Überwachung in der Schwangerschaft

Muttermund (MM, portio): unterster Teil des Gebärmutterhalses, bei der vaginalen Untersuchung zu tasten  

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N

Nitrit-Test im Urin (Säuretest) gibt Hinweis auf Bakterien im Urin

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O

Ödeme: Wassereinlagerungen im Gewebe (Hände, Füße, generell) kann Hinweis auf eine Gestose sein

Oligohydramnie: Zu wenig Fruchtwasser kann ein Hinweis auf Fehlbildung des Ungeborenen sein

Ovulationshemmer: Antibabypille (Einnahme bis wann vor Eintreten der Schwangerschaft?) Zeitpunkt der letzten Einnahme kann Aufschluss über das Alter der Schwangerschaft geben.  

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P

-para: (lat. parere gebären), Nullipara - die Gebärende, Primipara - Erstgebärende, Pluripara - Mehrgebärende, Multipara - Vielgebärende
z.B. 0 para = noch kein Kind geboren; II para = 2 Kinder geboren;

Partus: Geburt, Entbindung

ph-Wert: Säuregrad (im Blut oder im Nabelschnurblut des Ungeborenen, im Scheidenmilieu) beim Säugling: Aufschluss über den Zustand während und nach der Geburt bei der Mutter:
ph-Wert des Scheidensekretes kann Aufschluss über Gefahr einer Frühgeburt geben

Plazenta, Placenta: Mutterkuchen, Nachgeburt lebenswichtiges Organ in der schwangeren Gebärmutter, das den mütterlichen mit dem kindlichen Kreislauf verbindet und das Ungeborene versorgt

Plazentainsuffizienz: Funktionsstörung der Plazenta bedeutet Unterversorgung des Kindes, erfordert intensive Überwachung von Mutter und Kind

Plazentalokalisation/-struktur: Sitz und Aufbau des Mutterkuchens in der Gebärmutter Regelwidrigkeiten geben Aufschluss über bestehende oder zu erwartende Komplikationen
Placenta praevia Mutterkuchen liegt im unteren Teil der Gebärmutter und  behindert oder versperrt den Geburtsweg genaue Diagnose mittels Ultraschall; Blutungsgefahr in der SS, ggf. primärer Kaiserschnitt (nach Lokalisation)

Portio: Muttermund, in die Vagina (Scheide) hinreichender Teil der Zervix (Gebärmutterhals) Der Muttermund ist durch die Scheide tastbar und gibt Aufschluss über den Verlauf der Geburt. In der Schwangerschaft ist der Muttermund geschlossen.

Progesteron: weibliches Geschlechtshormon, wird vorwiegend im Gelbkörper (Corpus luteum) und im Mutterkuchen (Plazenta) gebildet, bereitet den Mutterkuchen auf eine Schwangerschaft vor. Bei einer Schwangerschaft wird dadurch die Brustdrüse auf die Milchproduktion und -abgabe vorbereitet, es erfolgt eine dauerhafte Erhöhung der Basaltemperatur.

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Q

Querfinger (QF): Maßeinheit, beschreibt den Fundusstand der Gebärmutter (z.B. Fundus Rb -2 QF = Fundusstand 2 Querfinger unter dem Rippenbogen, Fundus N +3 QF = 3 Querfinger über dem Nabel)

Querlage (QL): Das Baby liegt quer in der Gebärmutter, öfter bei Mehrgebährenden oder Mehrlingsschwangerschaften, vor der Geburt dreht sich das Baby meistens in die richtige (geburtsmögliche) Position

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R

Rh Faktor: Rhesus-Faktor im Blut, Rhesus-Antigen; vorhanden = Rh positiv, nicht vorhanden = rh negativ, siehe Blutgruppe / Rhesusfaktor, Blutgruppenzugehörigkeit

Rhesus-: Inkompatibilität Unverträglichkeit der Rhesusfaktoren von Mutter und Kind rh-negative Mutter bildet Antikörper gegen Rh-positives Kind.

Rippenbogen (Rb)

Risikoschwangerschaft: Bestimmte Faktoren bestimmen die Einstufung als Risikoschwangerschaft (z.B. mütterliche oder kindliche Erkrankungen, Verlauf vorangegangener Schwangerschaft, vorzeitige Wehen, Anamnese). Risikoschwangere werden engmaschiger untersucht und bei Notwendigkeit behandelt.

Risiko aus anderen serologischen Befunden Risiko aufgrund der Ergebnisse durchgeführter Blutuntersuchungen (Blutserum) z.B. Coombstest positiv, HIV positiv

Röteln-HAH-Test Röteln-Hämaglutinationshemmungstest: Blutuntersuchung in der frühen Schwangerschaft. Er gibt Auskunft darüber, ob die Schwangere genügend Antikörper gegen den Röteln-Virus hat (nach Impfung oder früherer Rötelninfektion)

Röteln-Titer: Er gibt Aufschluss über ausreichenden Schutz. Ein übermäßig hoher Titer kann Hinweis auf eine frische Röteln-Infektion sein. Rötelninfektion birgt in der Schwangerschaft Gefahr der Schädigung des Ungeborenen.

RR: (systolisch, diastolisch) Blutdruck (oberer und unterer Wert, z.B. 120:80); benannt nach Riva Rocci. Ein leichter Blutdruckabfall ist bis zur Mitte  der Schwangerschaft normal; ein erhöhter Blutdruck muss beachtet und kontrolliert werden (Gestose) 

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S

Schädellage (SL): normale Geburtslage Das Baby liegt mit dem Kopf nach unten

Schwangerschaft: Dauer: 40 Wochen (gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Regel), 10 Mondmonate à 28 Tage oder 267 Tage ab Konzeption (Empfängnis)

Schwangerschaftswoche, SSW (LR): bezogen auf den ersten Tag der letzten Regel, SSW (ggf. Korrektur., korrigiert) Schwangerschaftswoche nach rechnerischer Korrektur z.B. anhand von Ultraschallergebnissen

Sectio caesarea (Kaiserschnitt): Kaiserschnitt, Schnittentbindung operative Beendigung der Schwangerschaft oder der Geburt durch Bauchschnitt (in Vollnarkose oder Periduralanästhesie)
Primär: vor Geburtsbeginn (z.B. bei placenta praevia, Mehrlingen, Querlage)
Sekundär: während der Geburt notwendig werdend (z.B. schlechter  Zustand des Ungeborenen, Geburtsstillstand)

Sediment: Bodensatz der Urinprobe Befund gibt Aufschluss über z.B. Harnwegsentzündungen

Serologische Befunde: Ergebnis der Untersuchung aus dem Blut (-Serum) z.B. Blutgruppe, Lues-Suchreaktion, Röteln-HAH, HIV, Toxoplasmose

Screening (Ultraschall): Umfassende Ultraschalluntersuchung, routinemäßig im Rahmen der Vorsorge:
9.-12. SSW
19.-20.SSW
29.-32. SSW
SSL = Scheitel-Steiß-Länge
FS = Fruchtsack
KU = Kopfumfang
BPD = Biparietaler Durchmesser, von Schläfe zu Schläfe
FOD = Frontooccipitaler Dm, von Stirn zu Hinterkopf
ATD = Abdominal-transversaler Dm, von linker zu rechter Bauchseite
APD = Anterior-posterior Dm, von Nabel zu Rückgrat
AU = Abdomenumfang, Bauchumfang
FL = Femurlänge, Oberschenkelknochen
HL = Humeruslänge, Oberarmknochen

Skelettanomalien: z.B. Beckenfehlbildungen, Rückgratverkrümmung, Wirbelanomalien, Rachitis, Unfallfolgen kann ein Anhalt auf Missverhältnis zwischen kindlicher Größe und mütterlichem Becken sein.

Spätabtreibung: Spätabtreibungen sind Abbrüche der Schwangerschaft in einer Phase, in der das Ungeborene außerhalb des Mutterleibs lebensfähig wäre. Derzeit geht man davon aus, dass diese Grenze ungefähr in der 23. Schwangerschaftswoche liegt.

Spontangeburt (SP): Bezeichnung für eine normale Geburt ohne operative Hilfe   

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T

Terminunklarheit: gemeint ist der voraussichtliche Geburtstermin. Terminunklarheit kann z.B. bestehen bei unbekannter letzter Regel oder bei Unstimmigkeit zwischen Ultraschall-Befunden und ET (errechneter Termin, Größe des Kindes)

Tragzeit (Schwangerschaftsdauer in Wochen): Dauer der (vorangegangenen) Schwangerschaft/en kann Aufschluss über Risikofaktoren (z.B. Neigung zu Frühgeburten) geben

Thromboseneigung: Neigung zu Bildung eines Blutpfropfes (thrombus) in Blutgefäßen mit Gefahr der Embolie (= Verschluss eines Blutgefäßes, Vene oder Arterie, durch einen Thrombus) Gründe: Gefäßwandschaden oder Gerinnungsstörung

Totes / geschädigtes Kind i.d. Anamnese: Risikofaktor genaue Abklärung zur Vermeidung von Wiederholung erforderlich

Triple Test: (Triple Diagnostik) Screening-Methode (Vor- oder Suchtest) zur Erkennung des Down-Syndroms; Verhältnis Hormonwerte zu SS-Alter; Durchführung in der 14.-17. SSW das Ergebnis ist ein statistischer Wert, der einen Hinweis auf notwendige weitere Diagnostik gibt (Amniozentese)

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U

Übertragung: relative Übertragung: Die Plazentafunktion ist um den Geburtstermin (38. - 42.SSW) herum bereits eingeschränkt. Echte Übertragung: Geburt nach der 42. SSW, nach dem 291. Tag engmaschige Kontrolle, ggf. Geburtseinleitung

Übertragungszeichen am Kind sind u.a.: sog. Waschfrauenhände, trockene und rissige Haut, Vernix (Käseschmiere) fehlt völlig

Urinuntersuchung: regelmäßige Untersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge zur Feststellung von Erkrankungen Harnwegsinfektionen, Diabetes, Nieren

Ultraschall (US): (-diagnsotik, -untersuchung) zur Feststellung einer Schwangerschaft; zur Überwachung der normalen Wachstumsentwicklung des Ungeborenen, Bestimmung von Lage, Größe und Gewicht, zur Plazentalokalisation, zur Bestimmung der Fruchtwassermenge und bei Fehlbildungsverdacht
siehe auch
Screening (Ultraschall), vaginaler US = durch die Scheide mittels Vaginalsonde
abdominaler US = über die Bauchdecke mittels Schallknopf

Uterus: Gebärmutter Im Normalzustand etwa frauenfaustgroß, Gewicht 50 g, am Ende der Schwangerschaft etwa 1 - 1,5 kg.

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V

V.a. Mehrlinge: Verdacht auf Zwillingsschwangerschaft (oder Drillinge und mehr) Klärung mittels Ultraschall, sehr früh zu sehen. Jede Mehrlingsschwangerschaft erfordert eine intensive und engmaschige Kontrolle 

V.a. VBS: Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung, siehe Blasensprung

VE Vacuum: Vakuumextraktion (Geburt mit Hilfe der) Saugglocke = Saugglockenentbindung

Vacuumextractor: kann zur Beendigung der Geburt bei vollständig eröffnetem MM eingesetzt werden

Vag. Op.: (vaginale Operationen) Operationen, die von der Scheide aus durchgeführt werden, z.B. Saugglockenentbindung, Zangenentbindung

Vag. US: (vaginaler Ultraschall) Untersuchung mit einem spez. Ultraschallgerät, das durch die Scheide eingeführt wird und im frühen Stadium der SS  genauere Ergebnisse erzielt als US über die Bauchdecke zur Frühdiagnostik der Schwangerschaft ;Bestimmung von Lage und Größe der Fruchtanlage / des Feten

Varicosis, Varikosis: Bildung von Krampfadern

Vernix caseosa: (Käseschmiere) Schmiere auf der Haut des Ungeborenen / Neugeborenen Schutzfunktion; wird in der 2. SS-Hälfte  von den Talgdrüsen der fetalen Lanugobehaarung (Wollhaare) produziert und schützt die Haut vor dem Aufweichen

VU (Vaginale Untersuchung): Tastuntersuchung der Hebamme / des Arztes durch die Scheide zur Kontrolle in der Schwangerschaft und zur Überprüfung des Muttermundes bzw. der Muttermundseröffnung während der Geburt (Geburtsfortschritt)

Vorzeitige Wehen: Wehen, die vor dem errechneten Geburtstermin auftreten, Gefahr der Frühgeburt

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W

Wehentätigkeit: vorzeitige Wehen, die eine geburtsvorbereitende Eröffnung des Muttermundes vor dem errechneten Termin bewirken Leichte Wehen (Kontraktionen) in der SS dienen in begrenztem Umfang der Vorbereitung auf die Geburt und haben auch mit dem Wachsen der Gebärmutter zu tun (Ziehen, Übungswehen, Vorwehen, Senkwehen). Schmerzhafte Kontraktionen sind im Hinblick auf ihre Zervix- und Muttermund-Wirkung kontrollbedürftig.

Wochenbett Zeit nach der Geburt bezeichnet den Zeitraum von der Entbindung bis zur Rückbildung der Schwangerschafts- und Geburtsveränderungen der Mutter (6-8 Wochen), frühes Wochenbett: die ersten sieben Tage nach der Geburt

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X, Y, Z

Zervix, Cervix uteri: Gebärmutterhals, unterer Teil der Gebärmutter Verschlussfunktion der Gebärmutter in der SS; öffnet sich bei der Geburt

Zervixinsuffizienz: siehe Isthmozervikle Insuffizienz

ZNS: Zentrales Nervensystem = Gehirn und Rückenmark; Erkrankungen des ZNS sind beispielsweise Depressionen, Epilepsie und Multiple Sklerose Erkrankungen des ZNS können sich in der Schwangerschaft verschlimmern und müssen evtl. anders behandelt werden

Zustand nach Sterilitätsbehandlung: Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen durch Methoden der Fortpflanzungsmedizin SS Eintritt nach Hormonbehandlung oder künstlicher Befruchtung (assistierter Befruchtung)

Zustand nach Frühgeburt: Frühgeburt bei vorangehender Schwangerschaft, Ursachen sollten abgeklärt werden, um Wiederholung zu vermeiden

Zustand nach Mangelgeburt: Mangelgeburt = Neugeborenes, das bei der Geburt weniger an Gewicht hatte, als dem Schwangerschaftsalter entsprechend normal ist, kann ein Hinweis auf drohende Plazentainsuffizienz sein

Zustand nach 2 oder mehr Aborten / Abbrüchen vorausgegangene Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche evt. Auswirkungen auf die Einnistung und die Verschluss- und Haltefunktion der Zervix (Gebärmutterhals); medizinische Abklärung

Zustand nach Sectio / Uterusoperation vorausgegangener Kaiserschnitt oder andere Operationen an der Gebärmutter kann je nach Ausmaß und Zeitpunkt ein Hinweis auf zu erwartende Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt sein. Durch Narbengewebe / -bildung kann die Gebärmutter den Belastungen durch Wachstum und Geburt evt. weniger gut gewachsen sein; genaue Überwachung erforderlich

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